Chronik

1888
Der Frankfurter Stadtpfarrer Münzenberger erwirbt ein Grundstück an der Koselstraße für den Bau der künftigen „Nordendkirche“.

1902
Der Kirchenvorstand der Domgemeinde schreibt einen Archtitektenwettbewerb aus; verlangt wurde ein „Raum für je 800 Sitz- und Stehplätze, dessen Baukosten 200.000 Mark nicht wesentlich überschreiten sollte“.

1903
Die Preiskommission entscheidet sich für den Entwurf der Architekten Hans und Christian Rummel im neoromanischen Stil mit Kuppel und zwei Türmen, der für das spätere Gemeindeleben wichtige Nebenräume und einen geräumigen Platz vor der Kirche vorsah.

1905
24. Juni: Erster Spatenstich und Beginn der Bauarbeiten.

1906
25. März: Feierliche Grundsteinlegung.

1907
29. Juni: Vier Glocken, hergestellt in der Glockengießerei Hamm in Frankenthal, werden durch Herrn Stadtpfarrer Dr. Joseph Hilfrich ge- weiht und im Glockenturm untergebracht. Im Chor wird vor den hinteren Säulen ein in wesentlichen Teilen alter gotischer Hochaltar aus der Sammlung des Stadtpfarrers Münzenberger aufgestellt.
18. August: Feierliche Konsekration der neuen Kirche durch den Limburger Bischof Dominikus Willi, vormals Abt des Zisterzienser- Klosters Marienstatt im Westerwald. Er gibt ihr zum Patron den heiligen Bernhard von Clairvaux (1090 – 1153), der bei den Frankfurter Reichstagen von 1146 und 1147 in der damaligen Stiftskirche gepredigt hatte. Den ersten Gottesdienst feiert der Prior des Klosters Marienstatt, P. Wilhelm Wellstein unter Assistenz des späteren 1. Pfarrers der Gemeinde, Dr. Joseph Quirmbach.
Aus der Festschrift von 1907:

Der mächtige Innenraum in seiner schmucklosen Größe und Klarheit, das einzig schöne Chor mit seinem Säulenumgang aus verschiedenfarbigem, geschliffenem Granit, die wuchtige, 25 m hohe Kuppel mit einer Spannweite von 15 m im Durchmesser, die durchsichtige edle Harmonie der wohlproportionierten Einzelteile in ihrer Gesamtheit: das alles macht gleich im ersten Anschauen einen imposanten Eindruck von überraschender Unmittelbarkeit.

1909
Im Chor und in den Seitenwänden werden farbige Glasfenster nach Entwürfen des Freiburger Kunstmalers Göbel eingesetzt.

1911 / 1912
Unter dem Rahmenthema „Die Geschichte der Erlösung“ erfolgt die Ausmalung des gesamten Innenraumes nach dem Vorbild byzantinischer Kirchen durch den Düsseldorfer Kunstmaler Heinrich Nüttgens. Aus seinem Werk sind heute nur noch die acht Wandbilder an den Seitenwänden erhalten.

1928
Einbau einer „der Größe und Bedeutung der Kirchen entsprechender Orgel“, hergestellt durch die Orgelbauwerkstätte Klais in Bonn.

1930
Erste Außenerneuerung der Kirche und künstlerische Ausgestaltung des Hauptportals: Das Bernardus-Mosaik (Entwurf des Frankfurter Malers Georg Poppe) und der Bernardus-Fries (Entwurf des Schwanheimer Bildhauers Hans Belz) werden eingesetzt.

1943
Bei Bombenangriffen im Herbst 1943, im Frühjahr und Herbst 1944 1944 und durch Artilleriebeschussder Amerikaner im März 1945 entstehen große Schäden an den Türmen, der Kuppel, der Apsis, an den Seitendächern und der rechten hinteren Außenwand. Der Innenraum, vor allen die Ausmalung, wird stark zerstört. Durch ihren persönlichen Einsatz haben der damalige Pfarrer Alois Eckert und die beiden Kapläne noch größere Schäden verhindert.

1946
In den ersten Nachkriegsjahren werden nach anfänglicher Sicherung der Bausubstanz die baulichen Schäden nach und nach beseitigt.

1950
Einbau der ersten Laustprecheranlage.
Zum Weihnachtsfest wird die heutige Weihnachtskrippe von Gertrud Scherer aufgestellt.

1953
Die Feier des 800. Todesjahres des Kirchenpatrons, des hl. Bernhard von Clairvaux, ist Anlass zur einer gründlichen Innenrenovierung unter der Leitung von Prof. Meyer-Speer und des Architekten Robert Servatius. Die zerstörten Wandmalereien werden bis auf die verbliebenen 8 Wandbilder entfernt. Nach Entwürfen des Malers Ludwig Becker werden die heutigen farbigen Glasfenster eingesetzt.

1958
Zweite Außenerneuerung der Kirche.

1969 / 1976
Mängel aus den mit den dürftigen Mitteln der Nachkriegsjahre ausgeführten Innenrenovierung und Notwendigkeiten aus der Liturgiereform des II. Vatikanischen Konzils führten zu einer erneuten gründlichen Innenrenovierung, die unter der Leitung der Architekten Walter und Wolfram Nicol zwischen März und Dezember ausgeführt wurden: 
Der gotische Hochaltar aus der Münzenberger-Sammlung wird herausgenommen (er wird später in der gotischen Frankfurter St. Antoniuskirche wieder aufgestellt). Für die Liturgie wird nach Entwürfen des Kölner Bildhauers Hein Gernot unter dem Triumpfbogen ein neuer Zelebrationsaltar aus braunem Carara-Marmor aufgestellt. 
In Zuordnung zu diesem Altar verdeutlicht ein neuer Ambo für die Verkündigung (mit dem Platz für die Sedilien) und eines neuen Sakramentshauses (Tabernakel) die Bedeutung von Wort und Sakrament im Gottesdienst der Gemeinde. 
Für diese werden neue Kirchenbänke in halbkreisförmiger Zuordnung zum Altar installiert. 
In der Kuppel wird mit der „Lichtwolke“ eine zentrale Lichtquelle geschaffen.
Eine kombinierte Warmluft-Fußbodenheizung wird eingebaut. Die Ausstattung wurde ergänzt durch das neue Triumpfkreuz in der Chor-Apsis, ebenfalls geschaffen von Bildhauer Gernot, Köln.

1994
Nach der aufwendigen Restaurierung der Orgel wird in den Jahren 1997 bis 1999 unter Leitung von Architekt Heino Geist eine gründliche Außenrenovierung vorgenommen: 
Erneuerung aller Sandsteinpartien, des gesamten Außenverputzes, aller Dachbeläge, der Entwässerungsanlagen und der Bleiverglasung aller Kuppelfenster.