Fronleichnam und Spendenaktion der Stadtversammlung

Noch ein weiteres Mal wird es an Fronleichnam keinen Gottesdienst auf dem Römerberg geben. Stattdessen werden Fronleichnamsgottesdienste an den Kirchorten gefeiert. Bei der diesjährigen Fronleichnamskollekte der Dompfarrei St. Bartholomäus wird je zur Hälfte für eine Tischtennisplatte und ein Outdoor Schach für Geflüchtete im Henriette-Fürth-Haus in Frankfurt und für ein Missio-Projekt zum Schutz von alleinstehenden Frauen vor Hexenwahn in Papua-Neuguinea gesammelt.

 

Im Henriette-Fürth-Haus, einer Caritas-Notunterkunft für Geflüchtete im Gutleut-Viertel, leben viele alleinstehende Männer. Sie leiden sehr unter dem Lockdown, es fehlen Freizeit- und Bewegungsmöglichkeiten. Die Stadtversammlung der Frankfurter Katholikinnen und Katholiken möchte helfen – und hat deshalb die Spendenaktion für das Henriette-Fürth-Haus ins Leben gerufen. Marianne Brandt, Vorsitzende der Stadtversammlung und PGR-Vorstandsmitglied der Dompfarrei St. Bartholomäus, erinnert sich noch gut an einen früheren persönlichen Besuch der Einrichtung, der während des Lockdowns natürlich umso bedrückender war. Es ist ihr Anliegen, dass am Haus eine Sport- und Freizeitmöglichkeit entsteht: „Die Männer ohne Familie leben auf engem Raum zusammen. Die Schilderung des Abbruchs der Kontakte und das Vergessen dieser Personengruppe bei Spendenanfragen hat mich sehr bewegt. Diese Männer brauchen unsere Hilfe – wir dürfen auch sie nicht vergessen!“