Internationaler Aktionstag gegen die Todesstrafe

Immer noch gilt die Todesstrafe auch Christ*innen als gerechte Strafe für schwerstes Unrecht. Die katholische Kirche hingegen lehnt die Todesstrafe seit langem kategorisch ab, weil kein Mensch das Recht hat, über Leben und Tod eines anderen Menschen zu entscheiden. Papst Franziskus hat diese Haltung vor zwei Jahren durch eine Änderung des Katechismus noch einmal bekräftigt.

 

Am 30. November, dem Internationalen Aktionstag gegen die Todesstrafe, richtet der Kirchort St. Bernhard den Fokus wieder auf Menschen, die in Todestrakten leben. Kooperationspartner sind die Initiative gegen die Todesstrafe e. V. und Amnesty International Frankfurt. Das Datum soll an die weltweit erste Abschaffung der Todesstrafe erinnern: Am 30. November 1786 hatte das Großherzogtum Toskana als erster Staat der Welt die Todesstrafe offiziell abgeschafft. Von 17.00–22.00 Uhr wird die Kirche St. Bernhard von außen angestrahlt, wie mehr als 2.000 markante Gebäude auf allen Kontinenten, um die Zivilgesellschaft für Menschlichkeit und Achtung der Menschenrechte zu sensibilisieren.

 

Vor dem Hintergrund der aktuellen Covid-19-Pandemie versuchen wir, größere Menschenansammlungen zu vermeiden, und bieten daher eine begleitende Multimedia-Präsentation an mit Bildern, die Jugendliche in einem Jugendkunstwettbewerb angefertigt haben, Auszügen aus Briefen, Gedichten und Erzählungen von Gefangenen in Todeszellen der USA sowie Informationen von Amnesty International zum aktuellen Stand der Todesstrafe. Die Präsentation ist vom 30. November bis einschließlich 6. Dezember in der offenen Kirche zu sehen.

 

Gott spricht: Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten. (Jer 31,9)

 

Quellennachweis: Ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen (ÖAB)