"Herr, öffne meine Lippen...!" – Von Sinn und Schönheit des Stundengebets

Im Hochchor des Domes steht ein wunderschönes Chorgestühl, das mit spätgotischen Schnitzereien verziert und in seinen ältesten Teilen über 800 Jahre alt ist. Jeden Werktag um 7.30 Uhr beten wir dort in einer kleinen Gruppe das Morgenlob der Kirche, die Laudes. Nach der ersten Jahrtausendwende haben im Bartholomäusstift unsere Vorfahren im Glauben damit angefangen. Für mich ist es ein erhabenes Gefühl, an die Gebetskette so vieler Generationen ein weiteres Glied anzufügen. Meine Erkenntnis über die Jahrzehnte ist: Je länger ich die Psalmen bete, auf die kurze Lesung höre, das Benedictus singe, desto tiefer tauche ich in das Geheimnis Gottes ein. Vieles wiederholt sich im Rhythmus von vier Wochen, und doch wird es nie langweilig. Zusammen mit den anderen Betern würde ich diese Erfahrungen gerne mit Ihnen teilen und so den Grund legen, dass unsere Gebetsgemeinschaft wachsen kann.

 

Herzliche Einladung zu einem Infoabend am Dienstag, 11. Juni 2024, 19.00 Uhr, im Dompfarrsaal.

 

Dr. Johannes zu Eltz, Pfarrer

Mose sagte: Fürchtet euch nicht! Bleibt stehen und schaut zu, wie der HERR euch heute rettet! (Ex 14,13)

 

Quellennachweis: Ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen (ÖAB)