1415 wurde der Grundstein des Pfarrturms von St. Bartholomäus gelegt, der seit dem ersten provisorischen Bauabschluss 1514 das Wahrzeichen Frankfurts ist. Er verkörperte den Stolz und die Unabhängigkeit der Frankfurter Bürgerschaft und war zugleich ein Zeichen ihrer Frömmigkeit, sorgte für Finanznöte, war Ort vieler Festlichkeiten und diente als Brandwache und Wohnung der Türmer und ihrer Familien.
Die Ausstellung "Turm und Stadt, oder: Wofür man einen Domturm braucht" in den drei kleinen Räumen der Türmerstube, 66 Meter über der Stadt, erzählt mit vielen Bildern und Dokumenten zum Anschauen, Lesen und Hören vom Leben und Arbeiten auf dem Turm – und über die Liebe der Einheimischen wie der Fremden zu dem Frankfurter Wahrzeichen. Berichte von Besucherinnen und Besuchern wie Victor Hugo und Cornelia Goethe, eine dreidimensionale Installation des Künsterinnen-Duos Sounds of Silence und ein animierter Film von Stefan Matlik lassen den Alltag des Domtürmers in der Türmerstube wieder lebendig werden. Die Schauspieler Michael Quast und Stefani Kunkel leihen dem Domtürmer und seiner Frau ihre Stimmen.
Die Dauerausstellung „Turm und Stadt, oder: Wofür man einen Domturm braucht“ ist jeden Samstag und jeden Sonntag, 13.00–18.00 Uhr, (November bis März, 13.00–17.00 Uhr) geöffnet. Eintritt: 5 Euro (3 Euro ermäßigt).
Weitere Informationen unter www.dommuseum-frankfurt.de oder unter T 069 / 13 37 61 86 (Museumskasse) oder T 069 / 80 08 71 82 90 (Dommuseum Verwaltung).
Bildnachweis: [Unbekannter Fotograf], Elisabeth und Johannes Rüb in der Küche der Türmerstube, Fotografie, 1930 © Historisches Museum Frankfurt, HMF C28090